Schraubenlose Zahnimplantate vs. klassische Implantate: Kosten und Unterschiede

Schraubenlose Zahnimplantate unterscheiden sich in Aufbau und Befestigung von klassischen Implantaten. Ein Vergleich von Kosten, möglichen Risiken und Behandlungsunterschieden kann helfen, die verschiedenen Optionen besser zu verstehen und informierte Gespräche mit zahnmedizinischen Fachkräften zu führen.

Schraubenlose Zahnimplantate vs. klassische Implantate: Kosten und Unterschiede

Zahnimplantate haben die moderne Zahnmedizin revolutioniert und bieten Patienten dauerhafte Lösungen für fehlende Zähne. In den letzten Jahren haben sich neben den bewährten klassischen Implantaten auch schraubenlose Systeme etabliert, die alternative Behandlungsansätze ermöglichen.

Was sind schraubenlose Zahnimplantate?

Schraubenlose Zahnimplantate unterscheiden sich grundlegend von herkömmlichen Systemen durch ihre Verankerungsmethode im Kieferknochen. Statt einer Schraube verwenden diese Implantate andere Befestigungsmechanismen wie Zementierung oder Presspassung. Diese Technologie ermöglicht in bestimmten Fällen eine schonendere Insertion und kann die Behandlungszeit verkürzen. Die Implantate bestehen meist aus biokompatiblen Materialien wie Titan oder Keramik und werden direkt in den vorbereiteten Kieferknochen eingesetzt.

Funktionsweise klassischer Zahnimplantate

Klassische Zahnimplantate funktionieren nach dem bewährten Schraubprinzip, bei dem eine titanische Schraube chirurgisch in den Kieferknochen eingedreht wird. Diese Methode hat sich über Jahrzehnte bewährt und bietet eine sehr stabile Verankerung durch die Osseointegration - den direkten Kontakt zwischen Implantat und Knochengewebe. Der Heilungsprozess dauert normalerweise drei bis sechs Monate, während derer das Implantat fest mit dem Knochen verwächst. Anschließend wird die Krone oder der Zahnersatz auf das Implantat aufgesetzt.

Implantat-Vergleich: Vor- und Nachteile

Bei einem direkten Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen beiden Systemen. Schraubenlose Implantate können bei geeigneten Patienten eine kürzere Behandlungszeit ermöglichen und sind oft weniger invasiv. Sie eignen sich besonders für Patienten mit ausreichendem Knochenangebot und guter Mundgesundheit. Klassische Implantate hingegen bieten eine längere Erfolgsgeschichte und sind für komplexere Fälle geeignet, einschließlich Situationen mit geringem Knochenangebot oder der Notwendigkeit von Knochenaufbau.

Mögliche Implantat-Risiken beider Systeme

Bei beiden Implantattypen können ähnliche Risiken auftreten, wobei die Häufigkeit variieren kann. Zu den allgemeinen Risiken gehören Infektionen, Nervenschädigungen, Sinusperforationen bei Oberkieferimplantaten und Implantatverlust. Schraubenlose Systeme können ein erhöhtes Risiko für Lockerung haben, während klassische Implantate gelegentlich Schraubenlockerungen oder -brüche aufweisen können. Die Erfolgsraten beider Systeme sind jedoch bei ordnungsgemäßer Planung und Durchführung sehr hoch. Eine gründliche Voruntersuchung und Risikoabwägung durch den Zahnarzt ist essentiell.

Zahnimplantat-Kosten im Detail

Die Kosten für Zahnimplantate variieren erheblich je nach System, Standort und individuellen Anforderungen. Schraubenlose Implantate können aufgrund der neueren Technologie und spezieller Materialien teurer sein als klassische Systeme. Die Gesamtkosten umfassen das Implantat selbst, chirurgische Eingriffe, Aufbauteile und die finale Krone.


Implantattyp Anbieter/System Kostenschätzung
Klassisches Implantat Straumann, Nobel Biocare 1.200-2.500 Euro
Schraubenloses Implantat Spezielle Systeme 1.500-3.000 Euro
Keramikimplantat Straumann PURE 1.800-3.200 Euro
Sofortimplantat Verschiedene Hersteller 1.400-2.800 Euro

Preise, Tarife oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Eine unabhängige Recherche wird vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.

Die Wahl zwischen schraubenlosen und klassischen Zahnimplantaten hängt von individuellen Faktoren wie Knochenqualität, Behandlungszielen und persönlichen Präferenzen ab. Beide Systeme können bei ordnungsgemäßer Anwendung langfristige Erfolge erzielen. Eine ausführliche Beratung mit einem erfahrenen Implantologen ist entscheidend, um die beste Lösung für jeden einzelnen Fall zu finden.